Manfred Levy

» Geschichte informiert und prägt viele unserer politischen Entscheidungen und Debatten. Museen haben die Aufgabe, gesellschaftliche Herausforderungen und den Umgang der Politik mit diesen Herausforderungen im Laufe der Zeit sichtbar zu machen, aber auch seine Besucher anzuregen, diese kritisch zu hinterfragen. Dafür bietet das Jüdische Museum z.B. Zeitdokumente, Objekte, persönliche Biografien und digitalen Zugänge an. In Workshops und anderen Vertiefungsformaten können diese als Plattform dienen, politische Dimensionen aufzuzeigen, zu diskutieren und zu bewerten. In Veranstaltungen wie Lesungen, Podiumsdiskussionen, Vorträgen und anderen kulturellen Schwerpunkts-Veranstaltungen führen sie aus und machen sie vor Ort in den Ausstellungen, aber auch digital einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Museen bilden und bilden fort, doch sie haben auch die Fähigkeit, Themen zu setzen oder stärker in den Fokus zu setzen. Museen sind Plattform, Denkanstoß und Bildungsportal zugleich. «

Manfred Levy leitet den Bereich Bildung im Jüdischen Museum Frankfurt .Er arbeitete 25 Jahre als Lehrer und Schulleiter an Schulen in Frankfurt am Main, darunter 15 Jahre an der jüdischen I.E. Lichtigfeld-Schule.

Seit 2010 ist er als abgeordneter Pädagoge für das Jüdische Museum tätig. Seine Schwerpunkte sind jüdisches Leben heute, Antisemitismus- und Extremismus-Prävention, Vermittlungsformen zum Thema Gedenken und Erinnerung an den Holocaust. Er entwickelt mit Museumspädagog*innen jüdischer Museen in ganz Europa neue Bildungsprogramme und Vermittlungsmethoden.